Corona – Hilfen für Selbständige

Unbürokratische Hilfe im Jobcenter Flensburg – Solo- und Kleinstselbständige gut unterstützen

Erstantragstellung

Selbstständige, die aktuell von Einbußen durch die Corona-Pandemie betroffen sind und für ihren persönlichen Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt ihrer Familien finanzielle Unterstützung benötigen, können diese im Jobcenter Flensburg beantragen. „Die Leistungen für die Sicherung des persönlichen Lebensunterhalts können Flensburger Selbstständige unabhängig von ihrer Beschäftigtenzahl, also auch Solo- oder Kleinstselbstständige, erhalten“, berichtet Jobcenter-Geschäftsführerin Claudia Remark. Durch das heute in Kraft getretene, bundesweite Sozialschutzpaket erhalten hilfebedürftige Selbstständige und auch Neuantragsteller aus dem Kreis der Arbeitnehmenden (die z. B. von Kurzarbeit betroffen sind) unter erleichterten Zugangsvoraussetzungen Leistungen aus der Grundsicherung. Die Zugangsvoraussetzungen wurden bundesweit zunächst befristet für Neuantragstellungen vereinfacht, um so schnell und unbürokratisch Unterstützung zu geben.

Eine Beratung zu möglichen Leistungsansprüchen ist im Jobcenter Flensburg telefonisch und per E-Mailkontakt möglich. „Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der zahlreichen Anfragen zurzeit teilweise nicht sofort antworten können und dann ein Rückruf zugesagt wird. Wir nehmen die Anliegen der Flensburgerinnen und Flensburger sehr ernst und wissen um die hohe Bedeutung der finanziellen Unterstützung. Wir nehmen uns daher für jeden Antragstellenden ausreichend Zeit, um die bestmögliche Unterstützung prüfen zu können“ so Claudia Remark weiter.

Das Jobcenter Flensburg ist unter 0461 819 700 Mo. – Do. von 07.30 bis 16.30 Uhr und Fr. von 07.30 bis 12.30 Uhr erreichbar. E-Mail: info@jobcenter-flensburg.de oder für erste Auskünfte und Informationen auch www.jobcenter-flensburg.de

Weiterbewilligungsanträge – Hinweise für Selbstständige mit Leistungsbezug

Sollten Sie Leistungen nach dem SGB II beantragt haben, weil Ihr Unternehmen finanziell durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen war bzw. ist, haben Sie ggf. das zeitlich befristete „erleichterte Antragsverfahren“ genutzt. Ihre Leistungen sind dann in der Regel für einen Zeitraum von 6 Monaten bewilligt worden. Die konkrete Bewilligungsdauer des Arbeitslosengeldes II finden Sie in Ihrem Bewilligungsbescheid.

Wenn Ihr Unternehmen zwischenzeitig wieder tragfähig ist und Sie die Einkünfte für Ihren Lebensunterhalt selbstständig decken können, brauchen Sie nichts weiter zu unternehmen. Die Zahlungen enden automatisch. Bedenken Sie dabei, dass das Arbeitslosengeld II immer im Voraus gezahlt wird. Das heißt, Sie erhalten z.B. Ende August die Leistungen für den Monat September.

Wenn Sie weiterhin finanzielle Unterstützung für Ihren oder den familiären Lebensunterhalt benötigen, müssen Sie rechtzeitig (mind. 1 Monat vor Auslaufen der Bewilligungsdauer) einen regulären Weiterbewilligungsantrag stellen. Im Falle des weiteren Leistungsbezugs ist zu prüfen, ob Ihr Unternehmen ggf. nachhaltig wirtschaftlichen Schaden erlitten hat. Daher ist das Jobcenter Flensburg verpflichtet, die weitere Tragfähigkeit Ihres Unternehmens und Ihre Hilfebedürftigkeit detailliert zu prüfen. Hierfür ist dem Jobcenter eine vollständig ausgefüllte und unterschriebene „Anlage EKS“ (Prognose für die nächsten 6 Monate nach Bewilligungszeitraumende) vorzulegen. Für Anträge ab Oktober 2020 sind weiterhin eine Aufstellung aller gewerblichen und privaten Vermögens- und Einkommensverhältnisse sowie vollständige Eigentumsnachweise für alle privaten Sachgüter (PKWs, Grundbesitz, Immobilien sowie gewerbliche Sachgüter) vorzulegen. Hierfür ist die „Anlage VM“  vollständig auszufüllen. Sollten Sie diese nicht automatisch mit dem Weiterbewilligungsantrag erhalten haben, wird sie Ihnen ggf. manuell von der Sachbearbeitung nachgereicht.

In Abhängigkeit der Ergebnisse der Prüfung erhalten Sie dann für die Dauer der fortbestehenden Hilfebedürftigkeit weiterhin Arbeitslosengeld II für den bewilligten Zeitraum. Sollte die Prüfungen ergeben, dass Ihr Unternehmen nicht mehr tragfähig ist, werden unsere Integrationsfachkräfte gemeinsam mit Ihnen einen Plan für ein existenzsicherndes Arbeitsleben z. B. durch die Neuausrichtung des Gewerbes oder auch die Aufnahme einer sozialversicherungspflichten Tätigkeit erarbeiten. Sie werden dazu regelmäßig im engen Austausch mit Ihrer zuständigen Integrationsfachkraft stehen.