Erfolgreiche Woche der Ausbildung

In Teamarbeit Ausbildungsberufe entdecken

Im Rahmen der diesjährigen Woche der Ausbildung arbeiteten knapp 40 Ausbildungssuchende in zwei verschiedenen Projekten des Jobcenters Flensburg an ihren beruflichen Perspektiven und informierten sich intensiv über mögliche Ausbildungsberufe.

Man sieht vor lauter Wald die Bäume nicht – dieses Sprichwort kann man auch auf die Informationssuche im Internet verwenden, wenn es um das Thema Ausbildung geht. Es gibt so viele verschiedene Informationsquellen, doch wo findet der angehende Azubi die wichtigsten Antworten? Was sind die Ausbildungsinhalte und was muss ich dafür mitbringen? Was werde ich in der Ausbildung verdienen? Wo sind noch Azubi-Stellen frei?

Anhand dieser Leitfragen haben sich die knapp 20 jungen Erwachsenen im Alter von 15-35 Jahren in der Woche der Ausbildung jeweils in Kleingruppen in Workshops über verschiedene Ausbildungsberufe detailliert informiert und die Erkenntnisse im Anschluss der Gesamtgruppe präsentiert.

Den Clou am Workshop-Gedanken, der im Rahmen des Jobcenter-Projekts „Drehkreuz Ausbildung“ (Unterstützung bei der Ausbildungssuche bei der  bb gesellschaft für beruf und bildung mbH) entstand, erklärt Vincent Wedel vom Jobcenter Flensburg „Unsere Workshop-Idee beruht auf zwei Ansätzen. Neben der eingehenden Recherche und der damit verbundenen Arbeit am PC und im Internet werden die sozialen Fähigkeiten besonders gefordert. Denn die Kleingruppen werden jeweils täglich neu zugelost und die Aufgabenverteilungen für den nächsten vorzustellenden Ausbildungsberuf müssen in jeder Kleingruppe neu verhandelt werden.“ Dieser Ansatz geht auf.

Murat Kiana, ein Projekt-Teilnehmer, möchte Polizist oder Sport- und Fitnesskaufmann werden, heute erarbeitet er aber mit seinen drei Mitstreitern die Inhalte der Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Diese Ausbildung kommt für ihn nicht in Frage, aber „Die Gruppenarbeit macht mir Spaß. Die Zusammenarbeit und die verschiedenen Leute sind cool und wir machen dafür eine Präsentation mit witzigen Videoelementen.“ So lernen die Teilnehmer auch, sich aktiv mit Themen zu beschäftigen, die sie gegenwärtig nicht so interessieren. Trotz witziger Clips ist der Ernst bei der Sache jederzeit spürbar.

Anna Rudolf (bb) erläutert dazu: „Wir bauen hier keinen Druck auf. Die Gruppen verteilen die verschiedenen Aufgaben unter sich und nur wer möchte, präsentiert nachher das Gruppenergebnis dem ganzen Teilnehmerkreis. Da die Teilnehmer Interesse an der Darstellung der Ausbildungsberufe der anderen Kleingruppen haben, hören sie ruhig zu, so präsentieren dann auch mal schüchterne oder zurückhaltendere Teilnehmer ihre Ergebnisse. „Das ist eine tolle, wertschätzende Gruppendynamik“. Auch Svenja Babbe (bb) zeigt sich von den Erfahrungen der letzten Tage begeistert „Es ist einfach toll zu sehen, mit welchem Engagement und auch Spaß die Teilnehmer hier bei der Sache sind und wie sie so, tolle Präsentationen erstellen und super vortragen“.

Zum Abschluss der Woche der Ausbildung am Freitag, den 15.3. erhalten alle Teilnehmer die Zusammenfassung aller Powerpoint-Präsentationen sowie eine Adressenliste, welche Arbeitgeber noch Ausbildungsplätze in den jeweiligen Ausbildungsbereichen zu vergeben haben.

Auch das zweite Angebot im Rahmen der Woche der Ausbildung für alle Ausbildungssuchenden des Jobcenters, organisiert vom Jobcenter-Projekt „JobNavi“ (ein Gemeinschaftsprojekt von der bb und der Kreishandwerkerschaft zur theoretischen und praktischen Ausbildungsvorbereitung), war mit knapp 20 Teilnehmern sehr gut besucht. Die Teilnehmer waren sehr aktiv und haben bei der Kreishandwerkerschaft viel über die verschiedenen Ausbildungsberufe, speziell im Bauhauptgewerbe erfahren. In diesem Projekt wurde das praktische Erleben großgeschrieben und so arbeiteten die Teilnehmer im Anschluss an die theoretischen Inhalte sehr konstruktiv in der Lernwerkstatt der KreiHa und hatten dabei noch Gelegenheit zu offenen Gesprächen mit Meistern, Gesellen und Lehrlingen aus dem Bauhauptgewerbe.

Neben den Teilnehmern hatten auch die Organisatoren eine intensive, abwechslungsreiche Woche mit viel Spaß und vielen neuen Informationen.

Jobcenter-Geschäftsführerin Claudia Remark „Die Woche der Ausbildung ist eine besonders intensive Zeit für und mit den angehenden Azubis. Durch die verschiedenen Workshops lernen sie, sich mit den jeweiligen Ausbildungsinhalten auseinander zu setzen und fördern durch die Gruppenarbeiten ihre sozialen Fähigkeiten“.

So hoffen nun die 40 jungen Männer eines der aktuell gut 3.100 in der Jobzentrale (www.jobzentrale-fl.de) aufgeführten Ausbildungsstellen-Angebote für sich zu entscheiden und noch in diesem Ausbildungsjahr zu starten.

Auch in der Flensburger AVIS ist über die Woche der Ausbildung berichtet worden. Den Beitrag finden Sie hier .